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    Der Fachmann

    Von Andreas Kesberger am 23.06.2009 1 Kommentar
    Kategorien: Allgemein

    Wenn Sie sich bis jetzt über den Handel beschwert haben, dann wird das jetzt alles anders. Denn jetzt bedient Sie ein Fachmann. Zumindest steht das dann auf dem Abschlusszeugnis. Wenn Politiker sich schmücken wollen, benennen sie eine vorhandene Studienrichtung um oder gründen einen neuen Studiengang. Von wegen Innovation und so. Vielleicht ist das bei IHKs ähnlich, wahrscheinlicher ist diese Innovation auf dem Lehrstellenmarkt eher der intensiven Lobbyarbeit einer Kieler Einrichtung zu verdanken. Aber jetzt gibt es Fotomedienfachmann oder die Fotomedienfachfrau und das ist gut so. Für den Handel soll das ein Fachverkäufer oder eine Fachverkäuferin sein, der aus eigenem Erleben und Fotografien weiß, was er/sie verkauft und für die Fachlabore und Druckwerkstätten soll das ein „Laborant” sein, der seine Arbeitsergebnisse auch verkaufen kann. So ganz genau wissen wir das selbst noch nicht, dafür ist das Berufsbild ja viel zu jung. Auf jeden Fall ist es ein riesiger Fortschritt gegenüber dem derzeitigen Zustand. Wenn man Glück hat, kommt derzeit überhaupt eine Fotofachklasse zustande, wenn man Pech hat, hört man ein Jahr lang in Fachkunde nur etwas über Handys und die Banknachbarin arbeitet bei anerkannten Fotofachbetrieben wie Rossmann und Douglas.

    Mit unseren Azubis hatten wir bis jetzt immer großes Glück, mit der Berufsschule nicht immer. Da ist eine Ausbildung, bei der die Schule über ein Fotostudio mit Digibacks und analogen Fachkameras, mit unzähligen Rechnerarbeitsplätzen aber eben auch eine Farb- und Schwarzweißlabor (die älteren werden sich erinnern) einfach nur ein großes Glück.

    Aber das wir überhaupt etwas über eben diese Ausstattung und das neue Berufsbild wissen, verdanken wir einer Informationsveranstaltung in Potsdam. Eingeladen waren ca. 300 grundsätzlich in Frage kommende Ausbilder und Betriebe in Berlin und Brandenburg. Der Raum war zwar nicht ganz leicht zu finden, aber endlich angekommen erwarteten einen dann eine Vertreterin der IHK Berlin, eine Vertreterin der IHK Brandenburg, die Rektorin der gastgebenden Schule, die Fachbereichsleiterin der Berufsschule die den Handelsteil ausbildet, der Fachbereichsleiter der den fotografischen Teil in der anderen Schule zu verantworten hat. Dazu kamen dann zwei Handelslehrerinnen und zwei Fotofachlehrer. Ergänzt wurde das ganze von einem Azubi aus dem allerallerersten Lehrjahr dieses Berufes und seiner Ausbilderin. Eine Vertreterin einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte war auch noch da. Tja und dann. Dann war neben mir noch ein zweiter Vertreter eines potentiellen Ausbildungsbetriebes anwesend. Worauf sich die Rektorin nach ihrer Begrüßung mit den Worten: „Um das Verhältnis zwischen vorstellenden und zu informierenden Besuchern nicht noch weiter zu strapazieren, gehe ich jetzt nach Hause.” verabschiedet hat. Falls Sie also Interesse an einer Berufsausbildung mit vorbildlicher Betreuungsquote haben, dann bewerben Sie sich doch bitte jetzt bei Monochrom-Berlin (bitte Mail an andreas.kesberger@monochrom.com).

    Horizonte zum Erweitern

    Von Andreas Kesberger am 07.06.2009 1 Kommentar
    Kategorien: Allgemein

    Frühstück im Hotel. Am Sonntag frühstückt man zwar auch gerne zu Hause, aber hier gibt es eigentlich keinen Grund sich zu beschweren. Irgendwo da draußen rauscht das Meer und still ruht der Bodden. Nicht ganz so still wie Donnerstag Abend als alle Aussteller auf einen Zweimaster eingeladen waren, aber das Schiff sich mangels Wind mit einer Gehwegstrecke von fünf Minuten zwei Stunden beschäftigt hat oder wie sagte der Kapitän so unnachahmlich holländisch: „Wir haben schön getrieben.” Lieber geglitten als gelitten.

    Aber von was schreibt der Mann eigentlich? Wer es bis jetzt noch nicht gemerkt hat: Monochrom nimmt dieses Jahr zum ersten Mal am Fotofestival Horizonte teil. Schön ist es hier in Zingst an der Ostsee. Von der Atmo ist das Zelt mit dem Fotomarkt, in dem sich die Fotoindustrie versammelt hat, wahrscheinlich die angenehmste Messe Deutschlands. Die Photokina macht auch Spaß, zumindest wenn man gefunden wird (aber das hatten wir an dieser Stelle ja schon einmal…), aber noch angenehmer wird das ganze fast zwangsläufig, wenn sich die meisten Gäste in Urlaub befinden und sofort viel entspannter sind.

    Wenn dann auch noch die Organisatoren um die Aussteller bemüht sind und in diesen nicht einfach einen abhängigen Kunden sehen, aus dem man vom WLAN bis zur Mülltüte Geld herauspressen muss, dann ist das schon der besonderen Erwähnung wert. Das könnte Ihnen als Besucher ja eigentlich egal sein, aber gut gelaunte Firmen beraten halt auch besser (außer uns natürlich – wir beraten auch völlig schlecht gelaunt auf gleichbleibend hohem Niveau, das versteht sich ja von selbst…).

    Wie das so ist, kann man als von 10.00 bis 18.00 Uhr Ausstellender nichts über Ausstellungen sagen, die von 10.00 bis 18.00 Uhr laufen. Über die Workshops erst recht nichts. Aber von der Buchungsquote bis zum Gesichter Lesen scheint das alles recht erquickend zu sein. Wenn Sie die Meerluft jetzt noch nicht riechen, dann dürfte das für dieses Jahr vermutlich zu spät für die Horizonte sein. Aber hinterm Horizont geht es weiter und darum gibt es es nächstes Jahr um die gleiche Zeit wieder ein Festival. Und Urlaub soll man ja früh planen.

    Vorher machen wir gleich um 11.00 Uhr noch einen kleine Workshop zum Thema Passepartoutschnitt. Der 15.00 Uhr Workshop zum Thema Portfoliodruck fällt heute aus, da ab 14.00 Uhr schon abgebaut wird. Aber wer nicht gern allein zum Strand geht, kann sich bis dahin gerne eine Subjektiv als Begleitung ausleihen.
    An den anderen Ständen gibt es natürlich auch viel zu sehen. Toller Satz, aber da kommt schon noch was. Unser persönliches Highlight ist das neue Objektiv bei dem „die stürzenden Linien heraus korrigiert” wurden. Vielleicht haben wir da auch nur was falsch verstanden. Für so was haben wir zwar „nur” eine Alpa, und da müssen Sie schon selber aufpassen, dass die Linien nicht stürzen.

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