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    Wieder da

    Von Andreas Kesberger am 28.11.2009 0 Kommentare
    Kategorien: Allgemein

    Da isser wieder. Der Blog. Wenn wir geahnt hätten wie sehr Frank Schirrmacher und sein Gehirn darunter leiden, dass ständig neue Informationen auf ihn einprasseln, dann hätten wir ja nie damit angefangen. Aber das haben wir ja nun einmal. Dann machen wir auch weiter. Außerdem ist es ja so, dass wir am Montag bei Beckmann gelernt haben, dass wir 25 Minuten brauchen, um uns wieder auf die Sache die wir gerade machen einzustellen wenn wir zwischendurch unterbrochen werden. In den 25 Minuten können wir das ja hier auch fertig schreiben.

    Huuch geht jetzt doch wieder nicht. Da laufen gerade die Tagesthemen und dort wird berichtet wie sehr der Einzelhandel gerade im Weihnachtsgeschäft boomt. Huuch. Letzte Woche war noch ein Minus von 1,5% prognostiziert. Wenn das jetzt für das Monochrom-Weihnachtsgeschäft bedeutet, dass es irgendwo zwischen Boom und -1,5% liegen. Na, dann mal alle hereinspaziert.

    So kann es gehen. Jetzt also doch wieder 25 Minuten warten. Wie schaffen es dann die FAZ-Artikel so lange zu werden? Haben die kein Telefon? Lesen die keine Emails? Ich weiß es nicht. Aber ist nicht wissen nicht einfach nur nicht konzentriert sein? Oder ist mein Gehirn schon onlinedeterminiert, dass ich gar nicht anders kann wenn ich überhaupt noch kann. Na zumindest haben wir den Methusalemkomplott überlebt.

    Aber ich wollte ja einfach nur erklären, warum hier so lange nichts kam. Eigentlich steht es ja im Monochrom Weihnachtsnachtrag (wenn da auch mittlerweile Katalogergänzung drauf steht, aber wir feiern in vier Wochen ja auch keine Jahresergänzung). Dort wird ein Novoflex-Buch aus meiner Feder beworben. Was dann doch auch etwas Zeit kostet. Aber da seit vorgestern selbst das Register getippt ist und die Druckmaschinen sich langsam warm laufen, ist jetzt auch wieder Zeit für alternative Freizeitbeschäftigungen wie diesen Blog. Es hat sich schließlich einiges angesammelt in den letzten nur sporadisch gebloggten Monaten. Lassen Sie sich mal überraschen.

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    Für die Inhalte

    Von Andreas Kesberger am 25.09.2009 0 Kommentare
    Kategorien: Katalog, Laden Berlin

    Jetzt ist es bald geschafft. An diesem Wochenende ist es vorbei. Auch wenn es danach erst richtig anfängt, aber es ist geschafft. Vorbei sind die langen Spätsommerwochen, in denen man arbeiten musste, während die anderen über die effektivste Grillstrategie am Baggersee nachdachten. Wochen mit Urlaubssperre, während der eigene Briefkasten mit Ansichtskarten überquillt. Wochen, in denen es darum ging, Mitstreiter zu motivieren, Verbündete zu finden und Wochen, in denen man sich für den Tag X bereit macht und doch nicht weiß was die große unbekannte Masse da draußen überhaupt will. Ob sie es annimmt das Angebot.

    Der Unterschied ist eigentlich nur, dass wir bei Monochrom nicht auf Sonntag 18.00 Uhr, sondern auf Samstag 10.30 Uhr warten. Dann gibt es keine neue Regierung, sondern »nur« den neuen Monochrom Katalog. Zuerst vorab im Laden (zumindest wenn DHL mitspielt) und später dann im Briefkasten. Da die Fernsehanstalten ja nicht verpflichtet sind, kostenlose Monochrom-Werbung im Abendprogramm zu schalten, müssen wir halt hier auf uns aufmerksam machen. Das erspart uns dann auch so ratlose Zuschauer wie gestern vor Harald Schmidt als nach unendlichen Sekunden des gelben Dauerlächelns die Einblendung folgt, dass für die Inhalte die Parteien verantwortlich sind. Aber wo waren sie denn? Scheint nur Flucht vor dieser Verantwortung zu herrschen. Oder es geht halt nur ums Herrschen.

    Also wieder Inhalte. Beim neuen Monochrom-Katalog verteilen die sich auf 104 Seiten, was dann immerhin zwei mehr als letztes Jahr sind. Was ja eigentlich nicht so entscheidend wäre, doch angesichts des etwas weniger volumigeren Papiers (weniger BWL-blumig: es ist dünner) aber doch der Erwähnung wert ist. Ich gebe zu, dass früher der Katalog noch etwas mehr Dramatik hatte. Preise wie in Stein gemeiselt, Neuheiten erst wieder nächstes Jahr. So war das noch vor zehn Jahren. Damals sorgten die Preiserhöhungen während der Laufzeit auf Grund von um 30% gestiegenen Dollarkursen oder um 1% angehobener Mehrwertsteuer (welch glückliche Zeiten) noch für Tumulte am Telefon, heute ist der Fotofreund an wechselnde Preise fast so gewöhnt wie der Autofahrer an der Tankstelle.

    Trotzdem hat man den Sommer über bei Quelle ja bemerkt wie Wohl und Wehe der ganzen Nation scheinbar an einem Versandkatalog hängen können. Auf derlei Dramatik verzichten wir lieber, auf den Katalog wohlweißlich nicht. Selbst in WLAN-Zeiten nimmt man das Notebook eben nicht so gern mit in die Badewanne, auch in der Hängematte stört es eher und ohne Bildschirm auf dem Nachttisch schläft es sich halt besser. Darum gibt es ab morgen 10.30 Uhr dann auch Sekt und Saft. Manfrotto und Gitzo, Epson und Multiblitz sind auch da zum Mitfeiern. Und das neue Hasselblad CFV-39 steht zum Ausprobieren zur Verfügung. Mit riesigen Stativen und niedrigen Preisen. Und ganz ohne Hochrechnungen. Nur für die Inhalte sind wir selbst verantwortlich.

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    Schwarz wie die Nacht – Skia Photography

    Von Andreas Kesberger am 24.07.2009 2 Kommentare
    Kategorien: Allgemein

    Die Fotografie wird revolutioniert. Wieder mal. Dabei haben wir uns von der letzten Revolution doch kaum erholt. Aber ohne Fortschritt kein Ende der Wirtschaftskrise. Und das wollen wir doch alle.

    Das schöne romantische Heidelberg, an einer Stelle, an der kaum eine Stadt schön und romantisch ist: am Bahnhof. Auch Heidelberg macht da keine Ausnahme. In der Media Print Akademie, die aussieht als hätte Hartmut Mehdorn hier schon mal für den Berliner Hauptbahnhof geübt, sind wir bei der Pressevorführung für ein neues Verfahren. Ob es jetzt ein fotografisches Verfahren oder eine Drucktechnik ist, lassen wir hier erstmal noch offen. Wir wissen ja noch nichts.

    Damit wir mehr erfahren, geht es mit dem Bus ins Werk nach Wiesloch. Dort wartet Dieter Kirchner, der Erfinder der „Skia Photography“ oder, noch enthusiastischer, der HDSP, der „High Definition Skia Photography“, der immerhin Hubertus von Amelunxen bescheinigt, dass „zum ersten Mal alle sichtbaren Bestandteile, die von der Kamera erfasst wurden, auf den Abzug übertragen werden.“ Wenn es weiter nichts ist. So müssen wir uns das also vorstellen, als Daguerre damals zu Arago gesagt hat: „Du, ich hab da was, um Bilder aufzuzeichnen, eine kleine Leibrente und schon kannst Du das haben.“ Und wir mitten drin.

    Aber da wir uns ja schon im 21. und nicht mehr im 19. Jahrhundert befinden, bekommt jetzt jeder ein Headset umgehängt und einen Kopfhörer aufs Ohr gestülpt. Wir sind ja schließlich in einer Druckmaschinenfabrik (laut) und nicht in einem Fotolabor (leise). Das haben wir begriffen, sonst aber erst mal nicht so viel, denn es rauscht und fiept und die nette Dame vom Marketing versteht man nur, weil sie direkt vor einem steht. Zumindest versteht man sie, wenn man den Kopfhörer wieder absetzt. Später stellt sich  heraus, dass die Technik nur dann mitspielt, wenn von den vier Beteiligten immer nur der seinen Sender aktiviert, der gerade spricht. Was sich dann leider nicht immer in der Praxis einhalten lässt. Technik-Revolutionen sind eben nicht so einfach.

    Aber noch sind ja alle Maschinen aus, und dementsprechend ist Dieter Kirchner auch zu verstehen. Er zeigt uns jetzt die Skia Photography im Einsatz an Hand eines Bildes von Manfred Hamm, der auch daneben steht. Kirchner müssen wir uns ungefähr wie einen großartigen Tüftler und Dunkelkammerdruiden – sein grauer Bart gibt ihm ja auch etwas Wolfgang Moerschiges – vorstellen, dem man aber nicht einfach einen Vergrößerer sondern eine riesige Druckmaschine in die Hand gedrückt hat. Und was da nach jahrelanger Arbeit an den Farben und Gammakurven rauskommt, ist erst einmal großartig. Von einer Offset-Maschine habe ich noch nie so gute Drucke gesehen. Den Buch- und Kalenderdruck kann das ganze locker revolutionieren. Das Buch „Ruhrgebiet“ von Ulrich Mack ist schon mal ganz, ganz wunderbar. Wie ein Buch, in das der Buchbinder einzelne Barytabzüge gebunden hat.

    So ein Buch hat aber auch den Vorteil, dass eine Druckmaschine erst einmal nicht widersinnig ist. Das millionenteure Monster, das vor uns steht und dem gleich zwei Operateure beigestellt sind, schafft nämlich 18.000 Bögen pro Stunde. Das ist schon mal schön. Was nicht so schön ist, dass sie gleichzeitig auch nicht weniger als 100 Bögen schafft. Für jeden einzelnen Probeausdruck. Dieter Appelt druckt damit Vierer-Auflagen. Falls Sie demnächst günstig Kunst erstehen wollen, lohnt vielleicht der Gang zum Altpapiercontainer der örtlichen Druckerei.

    Manfred Hamm hätte es bei unserer Pressedemo gern noch etwas dunkler. Rumms, rasen wieder die nächsten 100 Drucke auf die Europalette. Das Spiel machen wir noch zwei Mal. Dann ist der Künstler glücklich und die Palette voll. Hamm ist überhaupt glücklich. Da er die digitale Fotografie ablehnt – was man sich mit 65 auch gut leisten kann – und schon Multigrade-Papier als unbrauchbar für seine künstlerischen Visionen ansieht, rettet ihn jetzt diese Maschine. Was natürlich einigermaßen skuril klingt, wenn der Fotograf gleichzeitig sagt: „Digital kann ich nicht beurteilen, da habe ich keine Ahnung“. Die hat dafür Dieter Kirchner. Er scannt, bearbeitet und druckt die Bilder so, dass Manfred Hamm sie wieder beurteilen kann. Dichte 3,0 ist natürlich ein Wort. Und vor allem ein Wert, den wir demnächst auch einmal an dieser Stelle hinterfragen sollten, denn ob die gemessene Dichte von 2,3 (Analog-Baryt-Abzug), 2,6 (Inkjet-Baryt-Print) und 3,0 (Skia) wirklich visuell so unterschiedlich ist, dass interessiert uns dann doch für die Zukunft.

    Später. Jetzt stehen wir erst einmal vor dieser Dichtewand und staunen. Wahrscheinlich ließe sich das noch viel mehr genießen, wenn nicht das ganz Brimborium drumherum wäre. Sprüche wie „Fotopapier ist immer unscharf“ helfen nicht immer wirklich weiter. Und die bei Spiegel-Online gezeigten Vergleiche, die glauben wir erst, wenn wir jemand, dem wir zutrauen wirklich scharfe Vergrößerungen zu machen, damit haben arbeiten sehen (unsere eigenen Vergleiche zwischen digitaler Inkjetausgabe und Vergrößerungen im Quadratmeterbereich haben nämlich keine Unterschiede gezeigt).

    Auch nicht unbedingt hilfreich sind die Angaben der Beteiligten zum Papier. Plötzlich haben wir im fiependen Ohr die Aussage Kirchners, es handele sich hier um Papier mit Barytschicht. Und speziell dafür entwickelt ist es ja sowieso. Da das mit der Ohrübertragung hier so eine Sache ist (und eine Baritage ja auch Geld kostet), frage ich noch einmal bei der Dame vom Marketing nach. Ehrliches Bejahen und ich bin zumindest ob des Einsatzes beeindruckt. Das ändert sich aber später am Abend, als ein Mitarbeiter des Papierherstellers neben mir beim Durchblättern des Buches steht. Barytschicht? Nee, „das ist unser Schachtelkarton Premium“. Premium haben wir auch nicht bestritten.

    Was an den Prints wirklich gelungen ist, ist die letzte Beschichtung, die dem Ganzen etwas mehr Tiefe gibt, was von Kirchner mit der Wirkung der Gelatine beschrieben wird und uns besonders gefällt, weil es der Oberflächenempfindlichkeit des Inkjets etwas entgegen setzt (wobei sich die druckfrischen HDSP-Bögen durchaus noch mit Fingerabdrücken verzieren lassen).

    Was wir an der neuen Technik nicht ganz unproblematisch finden, ist der Ansatz von Kirchner zwei Bildtöne zu liefern. Er bezeichnet das als analog zur Hydrochinon- und Methol-Entwicklung. Aber Splittone-Geschichten, bei denen die Lichter einen anderen Ton erzielen als die Schatten, fanden wir eigentlich schon immer ziemlich albern, aber das ist ja Geschmacksache.

    Problematischer ist natürlich, dass es der derzeit eine One-Man-Show ist. Kirchner will das Ganze zwar so standardisieren, dass der Druck genauso in Singapur wie in Hannover aussieht, aber ob das bei der Druck- und erst recht Datenaufbereitung durchsetzbar ist, wagen wir ja zu bezweifeln. Darum begeben sich die bisher beteiligten Fotografen ja auch so gerne in die helfenden Hände. Nur ob die helfenden Hände eines perfekten Laboranten der Klasse Petscheleit und Rohner oder eines perfekten Inkjetprinters der Klasse Michael Maria Müller nicht doch zu ähnlichen Ergebnissen vom gleichen Negativ kämen, das haben wir eben nicht sehen können.

    Skia Photography ist natürlich alles andere als green photography. Dieter Appelt arbeitet mit einer Auflage von vier, d.h. selbst wenn der erste Print schon perfekt war, sind 96% Ausschuss. Da schlagen wir doch gerne die Heidelberger Pressemappe auf. Und was lesen wir da: „Dabei kommt dem Umweltschutz eine nachhaltige Bedeutung zu. Der Ressourcenverbrauch sowie Emmissionen und Abfälle werden durch Maßnahmen in der Entwicklung, der Produktion und der Nutzung von Druckmaschinen reduziert.“ Steht da wirklich.

    Ganz besonders wichtig nach Aussage aller Beteiligten sind die großartigen Haltbarkeitswerte. Die geben zwar nach Blauwollskala (8) und den ISO-Werten des Papiers, ähem, des Schachtelkartons Premium (500 Jahre) zu besten Hoffnungen Anlass, aber genauere Werte als „hält 500 Jahre“ in Form von unabhängigen Testresultaten etwa von Wilhelm Research liegen leider noch nicht vor. Zumindest ist die Fogra wohl beauftragt, aber dort tut man sich ja mit so unwissenschaftlichen Jahreszahlen meist etwas schwer.

    Wir schließen ja nicht aus, den großartigsten Fotobuchdruck aller Zeiten gesehen zu haben, die vom Spiegel propagierte „Umkrempelung des Kunstmarkts“ aber wahrscheinlich eher nicht. Revolutionen sind halt mit und ohne Headset eine anstrengende Sache.

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    Der Fachmann

    Von Andreas Kesberger am 23.06.2009 1 Kommentar
    Kategorien: Allgemein

    Wenn Sie sich bis jetzt über den Handel beschwert haben, dann wird das jetzt alles anders. Denn jetzt bedient Sie ein Fachmann. Zumindest steht das dann auf dem Abschlusszeugnis. Wenn Politiker sich schmücken wollen, benennen sie eine vorhandene Studienrichtung um oder gründen einen neuen Studiengang. Von wegen Innovation und so. Vielleicht ist das bei IHKs ähnlich, wahrscheinlicher ist diese Innovation auf dem Lehrstellenmarkt eher der intensiven Lobbyarbeit einer Kieler Einrichtung zu verdanken. Aber jetzt gibt es Fotomedienfachmann oder die Fotomedienfachfrau und das ist gut so. Für den Handel soll das ein Fachverkäufer oder eine Fachverkäuferin sein, der aus eigenem Erleben und Fotografien weiß, was er/sie verkauft und für die Fachlabore und Druckwerkstätten soll das ein „Laborant” sein, der seine Arbeitsergebnisse auch verkaufen kann. So ganz genau wissen wir das selbst noch nicht, dafür ist das Berufsbild ja viel zu jung. Auf jeden Fall ist es ein riesiger Fortschritt gegenüber dem derzeitigen Zustand. Wenn man Glück hat, kommt derzeit überhaupt eine Fotofachklasse zustande, wenn man Pech hat, hört man ein Jahr lang in Fachkunde nur etwas über Handys und die Banknachbarin arbeitet bei anerkannten Fotofachbetrieben wie Rossmann und Douglas.

    Mit unseren Azubis hatten wir bis jetzt immer großes Glück, mit der Berufsschule nicht immer. Da ist eine Ausbildung, bei der die Schule über ein Fotostudio mit Digibacks und analogen Fachkameras, mit unzähligen Rechnerarbeitsplätzen aber eben auch eine Farb- und Schwarzweißlabor (die älteren werden sich erinnern) einfach nur ein großes Glück.

    Aber das wir überhaupt etwas über eben diese Ausstattung und das neue Berufsbild wissen, verdanken wir einer Informationsveranstaltung in Potsdam. Eingeladen waren ca. 300 grundsätzlich in Frage kommende Ausbilder und Betriebe in Berlin und Brandenburg. Der Raum war zwar nicht ganz leicht zu finden, aber endlich angekommen erwarteten einen dann eine Vertreterin der IHK Berlin, eine Vertreterin der IHK Brandenburg, die Rektorin der gastgebenden Schule, die Fachbereichsleiterin der Berufsschule die den Handelsteil ausbildet, der Fachbereichsleiter der den fotografischen Teil in der anderen Schule zu verantworten hat. Dazu kamen dann zwei Handelslehrerinnen und zwei Fotofachlehrer. Ergänzt wurde das ganze von einem Azubi aus dem allerallerersten Lehrjahr dieses Berufes und seiner Ausbilderin. Eine Vertreterin einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte war auch noch da. Tja und dann. Dann war neben mir noch ein zweiter Vertreter eines potentiellen Ausbildungsbetriebes anwesend. Worauf sich die Rektorin nach ihrer Begrüßung mit den Worten: „Um das Verhältnis zwischen vorstellenden und zu informierenden Besuchern nicht noch weiter zu strapazieren, gehe ich jetzt nach Hause.” verabschiedet hat. Falls Sie also Interesse an einer Berufsausbildung mit vorbildlicher Betreuungsquote haben, dann bewerben Sie sich doch bitte jetzt bei Monochrom-Berlin (bitte Mail an andreas.kesberger@monochrom.com).

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    Horizonte zum Erweitern

    Von Andreas Kesberger am 07.06.2009 1 Kommentar
    Kategorien: Allgemein

    Frühstück im Hotel. Am Sonntag frühstückt man zwar auch gerne zu Hause, aber hier gibt es eigentlich keinen Grund sich zu beschweren. Irgendwo da draußen rauscht das Meer und still ruht der Bodden. Nicht ganz so still wie Donnerstag Abend als alle Aussteller auf einen Zweimaster eingeladen waren, aber das Schiff sich mangels Wind mit einer Gehwegstrecke von fünf Minuten zwei Stunden beschäftigt hat oder wie sagte der Kapitän so unnachahmlich holländisch: „Wir haben schön getrieben.” Lieber geglitten als gelitten.

    Aber von was schreibt der Mann eigentlich? Wer es bis jetzt noch nicht gemerkt hat: Monochrom nimmt dieses Jahr zum ersten Mal am Fotofestival Horizonte teil. Schön ist es hier in Zingst an der Ostsee. Von der Atmo ist das Zelt mit dem Fotomarkt, in dem sich die Fotoindustrie versammelt hat, wahrscheinlich die angenehmste Messe Deutschlands. Die Photokina macht auch Spaß, zumindest wenn man gefunden wird (aber das hatten wir an dieser Stelle ja schon einmal…), aber noch angenehmer wird das ganze fast zwangsläufig, wenn sich die meisten Gäste in Urlaub befinden und sofort viel entspannter sind.

    Wenn dann auch noch die Organisatoren um die Aussteller bemüht sind und in diesen nicht einfach einen abhängigen Kunden sehen, aus dem man vom WLAN bis zur Mülltüte Geld herauspressen muss, dann ist das schon der besonderen Erwähnung wert. Das könnte Ihnen als Besucher ja eigentlich egal sein, aber gut gelaunte Firmen beraten halt auch besser (außer uns natürlich – wir beraten auch völlig schlecht gelaunt auf gleichbleibend hohem Niveau, das versteht sich ja von selbst…).

    Wie das so ist, kann man als von 10.00 bis 18.00 Uhr Ausstellender nichts über Ausstellungen sagen, die von 10.00 bis 18.00 Uhr laufen. Über die Workshops erst recht nichts. Aber von der Buchungsquote bis zum Gesichter Lesen scheint das alles recht erquickend zu sein. Wenn Sie die Meerluft jetzt noch nicht riechen, dann dürfte das für dieses Jahr vermutlich zu spät für die Horizonte sein. Aber hinterm Horizont geht es weiter und darum gibt es es nächstes Jahr um die gleiche Zeit wieder ein Festival. Und Urlaub soll man ja früh planen.

    Vorher machen wir gleich um 11.00 Uhr noch einen kleine Workshop zum Thema Passepartoutschnitt. Der 15.00 Uhr Workshop zum Thema Portfoliodruck fällt heute aus, da ab 14.00 Uhr schon abgebaut wird. Aber wer nicht gern allein zum Strand geht, kann sich bis dahin gerne eine Subjektiv als Begleitung ausleihen.
    An den anderen Ständen gibt es natürlich auch viel zu sehen. Toller Satz, aber da kommt schon noch was. Unser persönliches Highlight ist das neue Objektiv bei dem „die stürzenden Linien heraus korrigiert” wurden. Vielleicht haben wir da auch nur was falsch verstanden. Für so was haben wir zwar „nur” eine Alpa, und da müssen Sie schon selber aufpassen, dass die Linien nicht stürzen.

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